Ratgeber · Diskriminierung
Diskriminierung im bestehenden Arbeitsverhältnis
Nicht jede Ungleichbehandlung fällt unter das AGG. Erforderlich ist ein Zusammenhang mit einem geschützten Merkmal.

Worum es rechtlich geht
Das Gesetz schützt unter anderem wegen ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter und sexueller Identität. Für die Prüfung sind Vergleichssituationen, Äußerungen, Zeitpunkt und Entscheidungsträger wichtig.
Bei einer möglichen Benachteiligung sind Vergleichssituationen, zeitliche Zusammenhänge und geschützte Merkmale wichtig. Kurze Ausschlussfristen machen eine frühe Prüfung besonders sinnvoll.
Was für die Prüfung hilfreich ist
- konkreter Vorgang und genauer Zeitpunkt
- mögliche Vergleichspersonen
- Wortlaut von Äußerungen oder Nachrichten
- Kenntnis und Reaktion des Arbeitgebers
- Datum, an dem Sie von der Benachteiligung erfuhren
Fehlt Ihnen davon etwas, müssen Sie nicht warten. Halten Sie zunächst fest, was sicher bekannt ist. Offene Punkte können später gezielt ergänzt werden.
Der nächste sinnvolle Schritt
Sichern Sie mögliche Indizien früh, ohne die rechtliche Schlussfolgerung selbst vorwegzunehmen.
Handeln Sie bei einer Kündigung, einer angekündigten Personalmaßnahme oder einer möglichen kurzen Ausschlussfrist nicht allein nach diesem Überblick. Solche Fristen müssen für Ihren konkreten Fall gesondert geprüft werden.
Wie BS24 Sie unterstützt
BS24 erfasst Anlass, Vergleichssituationen, Zeitpunkt und Belege in einer festen Struktur. Kurze Fristen und weitere Schutzvorschriften können dadurch früh erkannt werden.
Dieser Beitrag gibt eine erste Orientierung. Welche Schritte in Ihrem Fall sinnvoll sind, hängt vom konkreten Verlauf, den verfügbaren Belegen und Ihrem Ziel ab.