Ratgeber · Grundlagen
Mobbing durch Kollegen: Was unterscheidet es vom Bossing?
Bei Kollegenmobbing handeln Beschäftigte auf derselben oder einer vergleichbaren Ebene. Beim Bossing geht das Verhalten von einer vorgesetzten Person aus.

Worum es rechtlich geht
Für die Verantwortung des Arbeitgebers ist wichtig, wann er von den Vorgängen erfuhr und wie er darauf reagierte. Beschwerden, Hinweise an Führungskräfte oder die Beteiligung des Betriebsrats sollten deshalb genau dokumentiert werden.
Für eine belastbare Einordnung werden einzelne Vorgänge, ihr zeitlicher Zusammenhang und das gewünschte Ziel getrennt betrachtet. Eine pauschale Bezeichnung ersetzt diese Prüfung nicht.
Was für die Prüfung hilfreich ist
- Datum oder möglichst genauer Zeitraum
- beteiligte Personen und ihre Funktion
- konkreter Ablauf statt allgemeiner Bewertung
- Zeugen, Nachrichten oder sonstige Unterlagen
- Ihre Reaktion und das gewünschte Ergebnis
Fehlt Ihnen davon etwas, müssen Sie nicht warten. Halten Sie zunächst fest, was sicher bekannt ist. Offene Punkte können später gezielt ergänzt werden.
Der nächste sinnvolle Schritt
Erfassen Sie sowohl die Vorfälle als auch jede Reaktion des Arbeitgebers getrennt.
Handeln Sie bei einer Kündigung, einer angekündigten Personalmaßnahme oder einer möglichen kurzen Ausschlussfrist nicht allein nach diesem Überblick. Solche Fristen müssen für Ihren konkreten Fall gesondert geprüft werden.
Wie BS24 Sie unterstützt
BS24 hilft Ihnen, einzelne Ereignisse von Bewertungen zu trennen, den Verlauf zeitlich zu ordnen und mögliche arbeitsrechtliche Ansatzpunkte sichtbar zu machen.
Dieser Beitrag gibt eine erste Orientierung. Welche Schritte in Ihrem Fall sinnvoll sind, hängt vom konkreten Verlauf, den verfügbaren Belegen und Ihrem Ziel ab.