Ratgeber · Diskriminierung
Bossing wegen Schwerbehinderung oder Erkrankung
Bei einer Schwerbehinderung oder gesundheitlichen Einschränkung können zusätzliche Schutzregeln und Beteiligungsrechte gelten.

Worum es rechtlich geht
Nicht jede Maßnahme im Zusammenhang mit Krankheit ist diskriminierend. Zu prüfen sind Anlass, Vergleichsfälle, Kenntnis des Arbeitgebers, notwendige Beteiligungen und mögliche angemessene Vorkehrungen.
Bei einer möglichen Benachteiligung sind Vergleichssituationen, zeitliche Zusammenhänge und geschützte Merkmale wichtig. Kurze Ausschlussfristen machen eine frühe Prüfung besonders sinnvoll.
Was für die Prüfung hilfreich ist
- Datum oder möglichst genauer Zeitraum
- beteiligte Personen und ihre Funktion
- konkreter Ablauf statt allgemeiner Bewertung
- Zeugen, Nachrichten oder sonstige Unterlagen
- Ihre Reaktion und das gewünschte Ergebnis
Fehlt Ihnen davon etwas, müssen Sie nicht warten. Halten Sie zunächst fest, was sicher bekannt ist. Offene Punkte können später gezielt ergänzt werden.
Der nächste sinnvolle Schritt
Trennen Sie medizinische Unterlagen von der Chronologie und reichen Sie nur Relevantes geschützt ein.
Handeln Sie bei einer Kündigung, einer angekündigten Personalmaßnahme oder einer möglichen kurzen Ausschlussfrist nicht allein nach diesem Überblick. Solche Fristen müssen für Ihren konkreten Fall gesondert geprüft werden.
Wie BS24 Sie unterstützt
BS24 erfasst Anlass, Vergleichssituationen, Zeitpunkt und Belege in einer festen Struktur. Kurze Fristen und weitere Schutzvorschriften können dadurch früh erkannt werden.
Dieser Beitrag gibt eine erste Orientierung. Welche Schritte in Ihrem Fall sinnvoll sind, hängt vom konkreten Verlauf, den verfügbaren Belegen und Ihrem Ziel ab.